Editorial 02|2012

Brigitte Haertel. Chefredakteurin THEO

Theo 2012_02 CoverTheo 02|2012 InhaltTheo 02|2012 Frühling

 

Liebe Leserinnen und Leser,

im Editorial der theo-Februarausgabe habe ich versäumt, mich für das Engagement von Pater Antonin Walter OP zu bedanken. Das trage ich hiermit nach, möchte darüber hinaus in aller Form deutlich machen, dass die ersten fünf Lebensjahre von theo geprägt waren von der Pionierarbeit, an der Pater Antonin einen sehr großen Anteil hatte. Sie als Leserinnen und Leser haben theo die Treue gehalten, und ich habe mit viel Herzblut mein journalistisches Wissen eingebracht. Seit längerem wurde überlegt, wie theo noch weiter verbreitet werden könnte – ein umfangreiches finanzielles Engagement des Dominikanerordens schien die Lösung zu sein. Seit dem 12. Januar steht eine vom Orden und mir unterzeichnete Erklärung auf der Website der Dominikaner, in der es unter anderem heißt: »Für mehrere rechtliche und finanzielle Fragen konnte bedauerlicherweise keine tragfähige, gemeinsame Konstruktion gefunden werden.« Mit anderen Worten, die Gespräche sind gescheitert. Und warum?

Weil ich als Gründerin und verantwortliche Redakteurin von theo davon überzeugt bin, dass ein Magazin wie theo eine Seele braucht und zuviel Gremienarbeit den Charakter der Zeitschrift verändern würde. Nun suche ich neue Gesellschafter, die theo mit mir in der jetzigen Form weiterführen wollen.

In dieser Ausgabe erwarten Sie interessante Menschen, Peter Raue, ein Katholik undKunstsammler aus Berlin, erzählt aus seinem Leben, der Psychiater Manfred Lütz untersucht den Gesundheitswahn in unserer Gesellschaft und Julia Ortmann erblindete als Kind und lernte wieder zu sehen. Wie, das erfahren Sie von ihr selbst. Markus Weckesser hat die Künstlerin Silke Rehberg besucht und erzählt uns von ihrer Art, das Menschliche in ihren Werken herauszuheben, und Regine Müller traf in der Abtei St. Hildegardis ihre Cousine, die Äbtissin.

Vielleicht wundern Sie sich manchmal darüber, dass sich unsere Eingangsfotos und die damit verbundenen Texte gern der Liebe widmen, ja, das ist kein Zufall. Für uns theo-Macher, und nicht nur für uns, ist die Liebe die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens, und wer liebt, kann nicht irregehen, das ist unsere Überzeugung. Wer hat es uns besser gezeigt als Christus durch seine Kreuzigung und seine Auferstehung?

In diesem Sinne genießen Sie die schöne Frühlingszeit!

Ihre Brigitte Haertel

 

Foto: (c) Brigitte Haertel

 

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