Editorial 03|2012

Brigitte Haertel. Chefredakteurin THEO

Brigitte Haertel. Chefredakteurin THEOTheo 03|2012. Cover Theo 03|2012 InhaltTheo 03|2012

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Härtel, Haertel, Härtel und nochmals Härtel, auf jeder zweiten Seite stolpern Sie bei dieser theo-Lektüre über diesen Namen –mit unterschiedlichen (immer weiblichen) Vonamen. Mit der Künstlerin Elke Härtel, so mögen Sie denken, scheint sich theo endgültig auf einen Familienbetrieb zu reduzieren, der sich selbst verwirklichen will. Ich denke, das muss ich aufklären. Nein, die Härtel-Ansammlung ist, wenn Sie so wollen, ein lustiger Zufall, außer Stephanie Härtel, meiner Tochter, die gelegentlich eine Glosse in theo schreibt, habe ich mit den restlichen Damen familiär nichts zu tun, ich bitte freundlich um Ihr Verständnis. Tagtäglich erreichen die Redaktion Artikelvorschläge, Fotografenanfragen und vor allem Presse meldungen: von kirchlichen und kulturellen Einrichtungen, Verlagen, Fimverleihern und Spendenorganisationen. Wir bitten herzlich um Verständnis dafür, dass wir diese Flut von Veröffentlichungswünschen nicht alle berücksichtigen können, ja, dass es uns auch nicht einmal gelingt, sie alle zu beantworten. Betrachten Sie, wenn Sie nach Ihrer Einsendung nichts von uns hören, es bitte nicht als Ignoranz, es ist einfach nicht alles zu schaffen.
Das Jahr läuft schon wieder zu auf den Zenit, die Mittsommernacht, die früher einmal Johannisnacht hieß. Die großen kirchlichen Feste der ersten Jahreshälfte liegen hinter uns: Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam, bald wird das sogenannte »Sommerloch« uns für eine Weile verschlingen, damit wir Erholung und Kräfte sammeln für die Zeit, wenn die Tage wieder kürzer werden. Am 11. Oktober soll das von Papst Benedikt xvi. ins Leben gerufene Jahr des Glaubens eröffnet werden, an diesem Tag jährt sich gleichzeitig zum 50. Mal der Beginn des zweiten Vatikanischen Konzils. »Die Mission der Kirche ist wie jene Christi, wesentlich über Gott zu sprechen«, so der Heilige Vater. Das versuchen auch wir in jeder theo-Ausgabe, diesmal ist es der Orden der Franziskaner, der diesen Anspruch einlösen soll. Der Ordensgründer Franz von Assisi in seiner Radikalität folgte Christus nach, und wenn wir die christliche Botschaft ernst nehmen, können wir gar nicht anders, als es auch zu versuchen. Aber wer schafft das schon in einer Welt, die geprägt ist von dem Streben nach Besitz, nach Macht, nach Anerkennung? Diese Tatsache sollte uns nicht entmutigen, es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt. Diese Botschaft wird der Heilige Vater nicht müde, uns zu verkünden, und das ist doch mal ein wirklicher Trost und eine Ermutigung zugleich. Genießen Sie die warme Jahreszeit und die theo-Lektüre
Ihre Brigitte Haertel
Foto: (c) Brigitte Haertel

 

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