Editorial 04|2012

Brigitte Haertel. Chefredakteurin THEO Theo. 04|2012 Inhalt Theo 04|2012 Panorama Theo 00|2012

Liebe Leserinnen und Leser,

so viel Resonanz auf einen einzigen Artikel hat es in der theo-Geschichte noch nie gegeben. Die Entscheidung der Redaktion, die Geschichte von Beno Kehl, dem aus dem Orden ausgetretenen, ehemaligen Franziskanerbruder zu erzählen – theo-Ausgabe 3/2012 – kitzelte die Gemüter der Leser. Muss man in einem katholischen Magazin einem »Abtrünnigen« so viel Raum einräumen, so ging der Tenor etlicher Leserbriefe (sie kamen nur von Männern, zwei finden Sie auf der Leserbrief-Seite).
Wir meinen ja! Regelmäßig gehen Priester aus dem Amt, um zu heiraten, regelmäßig verlassen Männer wie Frauen ihren Orden, aus den unterschiedlichsten
Gründen, im Verhältnis so regelmäßig wie Menschen ihr Ehegelübde brechen oder nicht mehr zu ihrer Taufe stehen wollen. Auch das Scheitern gehört zur Kirche, es macht sie menschlicher, und wir brauchen uns nur einmal zu fragen, wie Jesus sich den »Gescheiterten« gegenüber verhalten hätte. Bereits im sechsten Jahr singt theo das Hohelied auf den Katholizismus, da muss es möglich sein, auch mal einen »Ausgetretenen« vorzustellen, der sich der Kirche zudem immer noch sehr verbunden fühlt. Wie sehen Sie die Dinge? Schreiben Sie uns Ihre Meinung, wir sind gespannt darauf.
Vor Ihnen liegt theo, die vierte Ausgabe in diesem Jahr. Wir stellen Ihnen den Düsseldorfer Cellisten Thomas Beckmann vor, der dem Verein Gemeinsam gegen Kälte vorsteht und der Mitte August in Castel Gandolfo für den Heiligen Vater spielte, die Politikwissenschaftlerin Monica Toft prophezeit die Wiederkehr Gottes in die Weltpolitik und der Arzt Wolfgang Bittscheid setzt auf die Kraft des »geistigen Heilens«. Wie gewohnt finden Sie darüber hinaus aktuelle Kultur tipps, unsere Serie »die großen Orden« beleuchtet diesmal die Franziska nerinnen, und Cordula Spangenberg von der Düsseldorfer Caritas hat eine echte Erfolgsgeschichte aufgeschrieben. Die kommenden zwei Ausgaben werden am 1. November und kurz vor Weihnachten bei Ihnen eintreffen. Leise rückt die Zeit des Herbstes näher, heißen wir ihn willkommen. Und: Genießen Sie die theo-Lektüre.

Ihre Brigitte Haertel

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