Carina Lafite

Carina Lafite

Carina Lafite

Carina Lafite ist Journalistin, verheiratet und hat drei Töchter. Sie lebt in Wien.

Sie sind theo Patin geworden.Warum wollen Sie helfen, theo in Wien zu verbreiten?
Schon nach der Lektüre des ersten Heftes wollte ich theo Patin werden. So etwas wie theo gibt es in Österreich nicht und die 30 Hefte finden jedes mal reißend Absatz – bei Jung und Alt.

Sie sind als Journalistin viel herumgekommen und haben sich zeitweise auch mit dem Buddhismus auseinandergesetzt. Warum sind Sie wieder voll im Schoß der Kirche aktiv?
Ich habe mich intensiv mit allen Weltreligionen auseinandergesetzt ohne den
Schoß der Kirche zu verlassen. Durch den Austausch mit Anderen konnte ich viel tiefer in das katholische Leben eintauchen und es ganz anders schätzen lernen.

Nutzen Sie neben der Liturgie und den Sakramenten weitere spirituelle »Seelennahrung« auch Jenseits des kirchlichen Angebotes?
Ich nütze jede Gelegenheit, die meine Beziehung zu Gott stärkt: das kann ein
schönes Konzert, ein inspirierendes Buch, ein Magazin wie theo oder ein gutes
Gespräch sein. Ausserdem schöpfe ich viel Kraft aus der Natur – vor allem in der Nähe von Flüssen, Seen und dem Meer.

Was ist für Sie das Wichtigste an der christlichen Botschaft?
Zweifellos die Liebe! Die Gewissheit, dass Gott mich liebt, hilft mir, meine Mitmenschen zu lieben, obwohl mir das leider oft nicht gelingt. Aber das Aufstehen nach jeder Niederlage, im Vertrauen auf Gott, macht das Christentum aus.
Sie sind Mutter dreier erwachsener Töchter. Haben Sie und Ihr Mann ihnen den Glauben konsequent vermittelt, oder sollen sie selbst entscheiden, was sie glauben wollen/können?
Der Glaube ist immer ein Gnadengeschenk –man kann ihn nicht erzwingen –
weder bei sich und vor allem nicht bei anderen. In unserer Familie ist der Glaube ein reger Austausch und ein gegenseitiges Unterstützen in allen Höhen und Tiefen. Aber es gibt natürlich auch Durststrecken, die man aushalten muss. Das Gebet, unabhängig davon, ob man gerade Lust dazu hat, ist dabei immer ganz zentral.

Was treibt Ihrer Meinung nach die Menschen massenhaft von der Kirche fort?
Leider verwenden viele Katholiken wenig oder gar keine Zeit sich mit der Kirche von heute vertraut zu machen und beziehen ihre Informationen von dritter Seite. Sehr oft stammt das Wissen über den Glauben aus der Grundschulzeit. Mein Rat an Unzu friedene: eine Aussprache mit einem
Priester. Sie werden überrascht sein! Vermissen Sie etwas in der Kirche?
Jeder Einzelne von uns ist kraft der Taufe ein Teil der Kirche. Was ich sehr vermisse sind mehr freudige Mitchristen! Von der Amtskirche erwarte ich mir, dass sie mehr auf die Menschen zugeht – sie zu Hause besucht. Im Jahr des Glaubens, das im Oktober beginnt, sind wir alle gefordert uns einzusetzen um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Wie stehen Ihrer Meinung nach Religion und Poesie zueinander?
Wenn ich denke, wie glücklich mich zum Beispiel die Matthäuspassion von Bach macht und wie ich auch in eigenen Gedichten zu Gott sprechen kann, dann muss ich sagen, dass ich diese Beziehung als sehr eng und fruchtbar erlebe. Die Poesie der Psalmen im Alten Testament ist unerreicht.
Warum ist katholisch sein nicht nur schön, sondern auch sinnvoll?
Ich weiß nicht, wie Menschen ohne Glauben und Kirche den Alltag schaffen.
Nicht nur, wenn ich an Krankheit, Tod und Schicksalsschläge denke – auch in der Freude ist die katholische Kirche ein herrlicher Partner, der aus meinem Leben nicht wegzudenken ist.

Viele Christen sehen besorgt in die Zukunft. Was können wir tun, damit der Glaube wieder ins Bewußtsein der Menschen rückt ?
Zeugnis geben und das Leben in der Nachfolge Christi mit Freude annehmen. Auch wenn es nicht mainstream scheint! //

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