Vorgeknöpft

ABGEDRUCKT IN THEO 2/2017

Von Markus Weckesser

theo 2_2017_VorgeknoepftWie würde die Ordenstracht wohl aussehen, wenn der heilige Dominikus seine Brüder und Schwestern heute noch einmal neu in die Welt aussenden würde, um die frohe Botschaft zu verkünden?

Die ersten Brüder sollten weder von einem Pferd herab in schöner Gewandung zu den Menschen sprechen. Stattdessen empfahl Dominikus ihnen, zu Fuß zu gehen und ungefärbte Kleidung zu tragen. Der Ordensgründer legte Wert auf Einfachheit im Auftreten, materielle Genügsamkeit und unmittelbaren Kontakt. Traditionell besteht die Ordenskleidung der Dominikaner aus dem weißen Habit, einem Gürtel, einem Skapulier, einer Kapuze und einem schwarzen Radmantel. Wie die Kleidung im Detail auszusehen hat, ist genau vorgeschrieben. So blieb die Tracht seit Jahrhunderten unverändert.

Doch im Laufe der Zeit haben sich die Bedürfnisse der Brüder verändert. Tradition hin oder her, in vielen Situationen könnte die Ordenstracht praktischer sein. Die meisten Brüder tragen den Habit eh über ihrer normalen Kleidung. Außerdem wurden längst neue Materialien und Fertigungstechniken entwickelt, um alltagstaugliche Kleidung herzustellen.

Borre Akkersdijk gestaltete nun ein multifunktionales Set von zwölf Elementen für Männer und Frauen, das mit vielen Taschen ausgestattet ist. Die große Kapuze schützt zum Beispiel vor Regen, kann aber auch genutzt werden, um sich etwa für ein Gebet oder ein wenig Ruhe abzuschirmen und zurückzuziehen…

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