Über Maria Caspari

Maria Caspari

War das ein Wunder Es ist bald 165 Jahre her, dass der damals vierzehnjährigen Bernadette Soubirous in einer Grotte bei Lourdes eine »weiße Dame«, erschien, die sich ihr später als »Unbefleckte Empfängnis« zu erkennen gab. Aus dieser Begegnung erwuchs einer der berühmtesten Wallfahrtsorte der Christenheit, in dem Millionen Menschen Heilung suchen oder einfach bloß Kraft.

Ein nasskalter Februartag des Jahres 1858 in den französischen Pyrenäen: drei Mädchen stapfen durch die weglose Heide, sie suchen Brennholz für daheim. Die vierzehnjährige Bernadette, ihre Schwester Toinette und eine Nachbarstochter kommen an jene Stelle, an dem der Mühlbach mit dem Fluss Gave zusammenfließt. Während die beiden anderen Mädchen das Wasser durchwaten, hockt Bernadette sich … weiter lesen

Womöglich ein falsches Versprechen! Gibt es die heile Welt gar nicht? Weder im Jenseits noch sonst irgendwo?

Wer im Christentum nach dem Heil sucht, findet es im verlorenen Paradies oder im zukünftigen Jenseits, niemals jedoch in der Gegenwart. Das war dem 2008 schwer erkrankten Künstler Christoph Schlingensief bewußt, als er sein Krebstagebuch So schön wie hier, kanns im Himmel gar nicht sein übertitelte. Er wollte das Leben feiern, das „Jetzt“, wie es … weiter lesen
Foto: Alvan Nee / unsplash

Das Haustier und wir Sehr viele Europäer, allen voran die Deutschen, holen sich die heile Welt auf Pfoten oder Krallen ins Haus. „Tier tut gut“, da sind sich die Freunde unserer Mitgeschöpfe auf vier Beinen einig.

Das Paradies in der Kunstgeschichte ist vor allem ein Paradies der Tiere. In Roelant Saverys (1576-1639) berühmtem Werk Vor der Sintflut wimmelt es von Tieren, genau so wie in Jan Brueghels (1568-1625) Irdischem Paradies. Aus der damaligen Sicht war ein gleichberechtigtes Miteinander von Mensch und Tier eine Selbstverständlichkeit. Bis die Weltgeschichte an jenem Punkt anlangte, … weiter lesen
Foto: Imago Stock Foto

Ich glaube an das Genie der Frau Sie gehört zu den wichtigsten Intellektuellen Frankreichs: Die Literaturwissenschaftlerin und Psychoanalytikerin Julia Kristeva will den Begriff Feminismus neu definiert wissen. Sie erkennt eine Krise der Männlichkeit und macht den „einseitigen“ gegenwärtigen Feminismus dafür verantwortlich. Für Kristeva ist die Mutterliebe eine völlig unterschätzte utopische Macht.

Stets ist sie elegant gekleidet, das Parfum sucht sie passend zum Outfit aus. Und sie gilt als große Philosophin der Weiblichkeit. Den Kulturkampf der Geschlechter als Massenbewegung nennt sie rachsüchtig und totalitär. „Es gibt keine pyramidale Gesellschaft mehr, an deren Spitze ein Mann steht. Viele Männer fühlen sich durch den aggressiv vorgetragenen Feminismus degradiert und … weiter lesen