Über Sven Schlebes (stellvertretender Chefredakteur)

Unser Mann fürs Experimentelle. Fürs Digitale und fürs große Ganze: Sven Schlebes. Das Schöne, das Gute, das Wahre sind seine innere Welt. Die Sprache der Maschinen und der Coder seine berufliche. Der Essay seine Ausdrucksform. Als Protestant ist er bei uns das Schwarze im Weißen der katholischen Redaktion, der Sparring Partner und Obi Wan des Christentums des 21. Jahrhunderts. Immer auf der Suche. Zwischen den Zeilen und Religionen, Menschen und Zeiten. Nach der Macht, der Liebe und dem Leben. Immer auf der Spur: Der Essenz. Des Flüchtigen. Des Gefühls. Mit seiner Familie lebt Sven Schlebes in Berlin an der Spree. Doch sein Zuhause ist das große Wasser. Die See.

Sven Schlebes

Foto: Alvan Nee/Unsplash

Einfach machen

Hätte ich ein Tier, wäre es eine Katze. Die liebt ihr Zuhause. Kuschelt sich in das Sofakissen. Streunt herum. Isst und trinkt. Und jagt Mäuse. Ich liebe meine Wohnung. Arbeite gerne vom Küchentisch und quatsche dann und wann mit Kunden Online. Immer schön auf Distanz. Und wenn es mal ganz langweilig wird, rufe ich ins … weiter lesen
Foto: Karen Emsley/Patrik Carlberg / unsplash

Gewinnspiel Wie heißt unser gesuchter hochalpiner Pilgerweg?

Pilgerwege durchzogen im Mittelalter große Teile Europas. Oft waren es Fern- und Weitwanderwege, die alten römischen Straßen folgten und städtische Zentren miteinander verbanden. Viele gerieten in den rasanten Entwicklungsschüben der Neuzeit in Vergessenheit. Vor allem seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts haben überall in Europa Menschen damit begonnen, ehemalige Pilgerwege wiederzuentdecken, kenntlich zu machen … weiter lesen
Foto: Günther Kresser

Des Geistes Kind Wie finden Menschen und Ideen zueinander? Hunderte Ratgeber und ebenso viele Seminare beschwören Kreativität als wichtigste Kompetenz des 21. Jahrhunderts. Unser Autor hat sie fast alle gelesen oder besucht. Doch nur eine hat ihn wirklich erreicht: Die Nonne und Pop-Art-Künstlerin Corita Kent.

Wissen Sie, wie das Neue in die Welt kommt? Woher Geschichten kommen, Melodien, Muster und Motive? Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler dem Geheimnis der Kreativität auf die Spur zu kommen, Kompetenzübersichten und Trainingsworkshops sollen helfen. Aber bisher habe ich nur eine Muse getroffen, die mich wirklich innig küsste und mir praktische Tipps an die Hand gegeben … weiter lesen

Lässt Gott sich finden? theo-Autor Sven Schlebes ist schon lange auf der Suche. Was hat er zu berichten?

Changemanager lieben Geschichten. Die Lieblingsgeschichte meines Professors an der MIT Sloan School handelte von einem Trupp Soldaten, die sich während einer militärischen Übung im Gelände verlaufen hatten. Die Nacht war angebrochen, Gewitterwolken verdunkelten den Mond, Regen zwang die Versprengten zur Zufluchtnahme in einer Höhle fernab vom Gemeinschaftslager. Elektronische Hilfswerkzeuge: Fehlanzeige. Einzig eine alte Wanderkarte aus … weiter lesen
Foto: Casper Nichols unsplash

Eros und Thanatos Sexualität und Todesfurcht seien die beiden großen, dem Menschen innewohnenden Triebe, meinte Sigmund Freud, der Begründer der modernen Psychoanalyse. Sven Schlebes ist dieser Theorie nachgegangen.

Warum machen wir das eigentlich hier?“ Ich freute mich auf das Tete-a-Tete mit meiner Frau. 30 Minuten Fleischesglück zwischen Videokonferenzen, Schule und Mülltütenentleerung. „Was?“, fragte ich. „Die Bettnummer!“ Meine Frau, die Stimmungskillerin. Das kann sie wirklich gut. Dann lachte sie: „Lass dich nicht so hängen. Sag doch einfach: Weil es gut ist!“ Sex bei Lichte … weiter lesen

Die Ewigkeit perdu Christen glauben, nach dem Tod bestenfalls im „Himmel“ zu landen, in der schönen, leuchtenden Ewigkeit. Doch in der Theologie bröckelt der Jenseitsglaube. 10 Fragen an den Religionswissenschaftler und altestamentarischen, katholischen Theologen Bernhard Lang.

Lieber Herr Professor, das Christentum ist eine Heilslehre, verspricht den Gläubigen nach dem Tod das Paradies, das Jenseits. Müssen wir uns unter dem Jenseits eine heile Welt vorstellen? Müssen? Wir dürfen es. Eine heile Welt ist schon etwas – aber immer noch dürftig gegenüber der christlichen Botschaft. Da wir nicht wissen können, wie diese Welt … weiter lesen
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Was bleibt? Das Gebet! Was tun? fragen immer mehr Menschen, die den Glauben an die eine Kirche, den einen christlichen Gott, die eine Gemeinde verloren haben. Bete ganz einfach, rät der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen in seinem neuen Buch. Am besten ohne Gott. Denn das könnte das Gespräch deines Lebens werden.

Irgendwann schweigst du. Auch wenn es so viel zu sagen gäbe. Weil alles zu viel war und nun hohl geworden ist. Die tausendste Verordnung, Beteuerung, Entschuldigung. Keine Klarheit, keine Antwort, kein Verstehen. Das Erlernte fühlt sich wirkungslos an, das Geglaubte falsch. Genau das ist der Moment für deine kopernikanische Wende im Leben, findet der Begründer … weiter lesen
Foto: Mortaza Shahed / unsplash

Nimm mich mit Kapitän auf die Reise Sehnsüchte brauchen Landkarten, um aus den Wogen des Ungefähren auftauchen und angesteuert werden zu können. Ein klares Ziel, ein klarer Wille. Wie schön, wenn es dazu noch jemanden gäbe, der den Weg kennt und einen mitnimmt auf die große Reise zum Ort der Erfüllung.

Sehnsucht nach Realismus? Nach harten Fakten und ungeschönter Wirklichkeit? Sehnsucht nach Unversöhnlichkeit und der brutalen Erkenntnis, dass nicht alle Menschen Brüder sein können, weil es einige wenige nicht erlauben? Machen wir uns nichts vor: niemand bekennt sich freiwillig zu solchen Anfällen, niemand outet sich ohne Not als besonderer Anhänger von harter Realität! Unsere Sehnsüchte gelten … weiter lesen
Foto: Wenceslas Holler

Zurück in die Einheit Ein christlicher Orden hat die Unsichtbarkeit früh zum Prinzip erklärt: Sven Schlebes über die Kartäuser, die geheimnisumwitterten Kapuzenmenschen.

in Kind ist! Es schläft, wenn es schläft, es lacht, wenn es lacht. Bis es das vergisst, weil es zu viel weiß. Dann lernt es sie kennen: die großen und die kleinen Ängste. Das nennt man dann „Erwachsen-Werden“. Dieser Weg ist nicht umkehrbar. Einmal gegangen, ist der Mensch nicht mehr, der er war. Er ist … weiter lesen