Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,  seien Sie nach einer langen Sommerpause herzlich willkommen im neuen theo-Magazin. Es gibt Worte, die uns Menschen auf der Zunge zergehen und einen guten Geschmackhinterlassen: Die Worte Veränderung und Wandel gehören nicht dazu, obwohl unser ganzes Leben und Sterben davon betroffen ist. Das Wort Beständigkeit hingegen klingt wohltuend, gaukelt Sicherheit und … weiter lesen

Ewige Passion Am 14. Mai 2022 ist es endlich so weit: mit zweijähriger, pandemiebedingter Verspätung feiern die Passionsfestspiele Oberammergau Premiere: theo wagt einen Ausblick.

Alle zehn Jahre, so will es ein uraltes Gelübde, führen die Oberammergauer das „Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus“ auf. Eigentlich wären sie 2020 wieder zur Aufführung gekommen, aber die Corona-Pandemie machte monatelange Vorbereitungen zunichte – in Oberammergau blieb es still. Im Januar 2020 war unsere Autorin Brigitte Schmitz-Kunkel in den … weiter lesen

War das ein Wunder Es ist bald 165 Jahre her, dass der damals vierzehnjährigen Bernadette Soubirous in einer Grotte bei Lourdes eine »weiße Dame«, erschien, die sich ihr später als »Unbefleckte Empfängnis« zu erkennen gab. Aus dieser Begegnung erwuchs einer der berühmtesten Wallfahrtsorte der Christenheit, in dem Millionen Menschen Heilung suchen oder einfach bloß Kraft.

Ein nasskalter Februartag des Jahres 1858 in den französischen Pyrenäen: drei Mädchen stapfen durch die weglose Heide, sie suchen Brennholz für daheim. Die vierzehnjährige Bernadette, ihre Schwester Toinette und eine Nachbarstochter kommen an jene Stelle, an dem der Mühlbach mit dem Fluss Gave zusammenfließt. Während die beiden anderen Mädchen das Wasser durchwaten, hockt Bernadette sich … weiter lesen
Foto: Karen Emsley/Patrik Carlberg / unsplash

Gewinnspiel Wie heißt unser gesuchter hochalpiner Pilgerweg?

Pilgerwege durchzogen im Mittelalter große Teile Europas. Oft waren es Fern- und Weitwanderwege, die alten römischen Straßen folgten und städtische Zentren miteinander verbanden. Viele gerieten in den rasanten Entwicklungsschüben der Neuzeit in Vergessenheit. Vor allem seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts haben überall in Europa Menschen damit begonnen, ehemalige Pilgerwege wiederzuentdecken, kenntlich zu machen … weiter lesen

Schön war’s Astrid Ackermann (53) wuchs in einem Kloster auf, die Mutter führte den Haushalt der Franziskanerbrüder. Noch heute sehnt die Fotokünstlerin sich zurück nach diesem Leben in der Gemeinschaft.

Es ist so bezeichnend wie traurig für das Image der katholischen Kirche, dass bei der Geschichte, die hier erzählt werden soll, ein klares Wort vorangestellt werden muss: Nein, es geht nicht um Mißbrauch! Astrid Ackermann und ihre ältere Schwester Sylvia verbrachten ihre Kindheit unter Männern im Kloster, in einer hermetischen Welt, und heute nennen sie … weiter lesen

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, nun halten Sie doch eine gedruckte theo-Ausgabe in den Händen, die Bedenken einiger unserer Abonnenten, nachdem wir in der Frühjahrsausgabe das Sommerheft als online-Version ankündigten, haben  uns trotz Corora zur Druckausgabe verleitet. Ein anderes Wort für verleiten ist verführen. Wir alle werden jeden Tag verführt – von den lockenden Sprüchen in … weiter lesen

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, was haben wir hinter uns und was liegt noch vor uns? Ist der Glaube angesichts einer derart singulären Krise geschwunden? Oder vielleicht doch eher gewachsen, weil Krisen auch immer Zeiten der Besinnung auf das Wesentliche, auf Ursprung und Werte sind? Hoch-Zeiten für Zukunftsforscher und Propheten! Die Redaktion von theo ist nichts … weiter lesen

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, die Ihnen vorliegende Ausgabe hat diesmal kein Schwerpunktthema zu bieten, sondern orientiert sich an der Jahreszeit und an aktuell anstehenden Ereignissen: Das heißt: Karneval, die Fastenzeit, dann durch die Passionszeit geht es schnurstracks auf Ostern zu. Durch ihre eigene Leidenszeit geht die katholische Kirche, immer neue Enthüllungen, immer mehr Austrittszahlen und halbgare … weiter lesen

Die Poesie der Gerechtigkeit Der engagierte Katholik Thomas Quast ist Vorsitzender Richter am Landgericht Köln. Urteils- und Entscheidungsfindungen bestimmen seinen Alltag. Aber da ist noch viel mehr.

Über die „Poesie des Tuns“ verfasste Heinrich Böll 1984 ein Gedicht für den Journalisten und Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck. „Über die Schönheit der Künste, eines Menschen, der Natur können wir uns halbwegs einigen“, schrieb Böll. „Aber – Recht und Gerechtigkeit sind auch schön, und sie haben ihre Poesie, wenn sie vollzogen werden.“ Gerechtigkeit ist der rote … weiter lesen
Foto: Günther Kresser

Des Geistes Kind Wie finden Menschen und Ideen zueinander? Hunderte Ratgeber und ebenso viele Seminare beschwören Kreativität als wichtigste Kompetenz des 21. Jahrhunderts. Unser Autor hat sie fast alle gelesen oder besucht. Doch nur eine hat ihn wirklich erreicht: Die Nonne und Pop-Art-Künstlerin Corita Kent.

Wissen Sie, wie das Neue in die Welt kommt? Woher Geschichten kommen, Melodien, Muster und Motive? Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler dem Geheimnis der Kreativität auf die Spur zu kommen, Kompetenzübersichten und Trainingsworkshops sollen helfen. Aber bisher habe ich nur eine Muse getroffen, die mich wirklich innig küsste und mir praktische Tipps an die Hand gegeben … weiter lesen