Willkommen theo, Ausgabe 4-2019

Vergänglichkeit

Liebe Leserinnen und Leser,

zwei Themen beherrschten die Medien in diesem Sommer: Der Erbstreit um die Katze Coupette, die Gefährtin des im Februar verstorbenen Modeschaffenden Karl Lagerfeld, und dann war da noch Greta Thunberg, die „Klimakaktivistin“ und Weltenretterin aus Schweden, deren Atlantiküberquerung die Medien orchestrierten. Was sagt das aus über den Zustand der Welt? Zugegeben, das Sommerloch musste gefüllt und Zuschauer und Leser beglückt (eher weniger) oder geschockt werden (eher mehr), je nach Lage der Dinge. Ruhig war es um die Missbrauchfälle in der katholischen Kirche, eine Atempause immerhin: Doch jetzt kommt der Film Gelobt sei Gott in die Kinos (Seite 59), der einen Missbrauchfall in Frankreich sehr gekonnt in Szene setzt, und der die Mächtigen in der Kirche noch einmal aufrütteln sollte.

Der Sommer war sehr groß, aber jetzt ist er vergangen, und wir, die theo-Macher, haben uns genau diesem Thema gewidmet: der Vergänglichkeit. Dem Werden und Vergehen. Darüber wird anderorts, vor allem in den Spaßabteilungen der Welt, besser geschwiegen, denn das könnte uns Menschen ja zum Nachdenken bringen, die wir vor allem Konsumenten, also Kunden sind.

Wir stellen Ihnen den bald 90-jährigen Karl-Ludwig Schweisfurth vor, der seiner Zeit immer voraus war und jetzt ausnahmsweise einmal zurückblickt auf sein Leben: Er war Öko-Pionier in der Nähe von München. Auch die junge Lena Bröder sieht bisweilen zurück auf ihr Glück – 2016 war sie Miss Germany und arbeitet jetzt als katholische Religionslehrerin. theo-Autorin Brigitte Schmitz-Kunkel hat sich mit dem Kölner Kabarettisten Jürgen Becker über Glauben und Ewigkeit unterhalten, und Bettina Burchardt empfiehlt einen Fensterplatz im Zug als Ort der Muße, an dem alles vorbeizieht. Ach ja, ein wichtiges Thema in dieser Ausgabe: Der Künstler Giovanni Segantini hat sich wie kaum ein zweiter mit dem Tod auseinandergesetzt – leider hat dieser ihn viel zu früh ereilt. Wir stellen den Maler des Lichts vor und zeigen sein großartiges Alpen-Triptychon Werden. Sein. Vergehen. Dazu passt ein Interview mit der langjährigen Sterbebegleiterin Martina Rubarth. Vor einigen Wochen, bei strahlendem Sonnenschein, habe ich mit ihr über die langen Schatten gesprochen, die der Tod für Betroffene und Angehörige mit sich bringt. Sie ist überzeugt: nach dem Tod kommt „etwas“ sehr Schönes.

Mit diesen erhellenden Aussichten wünsche ich Ihnen eine bunte Jahreszeit und viel Freude bei der theo-Lektüre.

Diese Beiträge

und weitere Themen finden Sie in der aktuellen Ausgabe 04/2019 von
theo. Katholisches Magazin.

Brigitte Haertel. Redaktionsleitung theo Magazin
Ihre
Brigitte Haertel und das theo-Team

 

 

 

© Fotos rechte Spalte:
oben (Titelfoto): Ralph Müller, unsplash
unten (Herbstwald): Andrew Neel, unsplash

 

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