Willkommen theo, Ausgabe 3-2019

Sinn finden im Unsinn der Welt

Liebe Leserinnen und Leser,

so, ich habe Sie in der politisch korrekten Form angesprochen. Sie sind Wählerinnen und Wähler, Sommerfrischlerinnen und Sommerfrischler, vielleicht auch Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher, und würde ich ein Sportmagazin verantworten, würde ich Sie jetzt womöglich mit „Liebe Kanufahrerinnen und Kanufahrer“ ansprechen. Ich weiß, die sprachliche Gleichbehandlung ist ein wichtiger Baustein für die Gleichstellung von Männern und Frauen, aber das penetrante Gendern nervt zusehens, es wird hysterisch und unreflektiert übertrieben. Weswegen ich eine Verweigerungshaltung, wie neulich in einer Pressemeldung, wohltuend begrüßt habe: Dort stand folgender Hinweis: „Wegen der besseren Lesbarkeit wird auf den Einsatz von männlichen und weiblichen Sprachformen verzichtet. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich gleichermaßen auf beide Geschlechter.“

Das generische Maskulinum hat mit dem biologischen Geschlecht doch nichts zu tun: Der Mensch oder ein Gast kann eben eine Frau oder ein Mann sein, wie umgekehrt „Die Person“. Artikel und Pronomina (die, sie, ihre) meinen auch maskuline Mehrheiten. Das übertriebene Gendern ist auch ein deutsches Phänomen. In unserem Nachbarland Frankreich treten die hierzulande agierenden Sprachpolizistinnen und -polizisten so gut wie nicht in Erscheinung.

Ich bitte deswegen herzlich um Ihr Verständnis, wenn wir in theo auf das Gendern und Feminisieren weitestgehend verzichten. Wir schließen uns der Einfachheit halber der obigen Pressemeldung an und verabschieden uns, liebe theo-Freunde, einstweilen in die Sommerfrische.

 

Unsere Themen in der aktuellen Ausgabe 03/2019 sind:

  • Die Dörstels – eine Kölner Familiensage. Vier Geschwister aus einer alten Kaufmannsfamilie, alle sehr katholisch erzogen, arbeiten heute in religiös/spirituell Berufen. Für theo trafen sie alle in ihrem Elternhaus zusammen. Ein Porträt.
  • theo-Autorin Bettina Burchardt hat sich aufgemacht ins französische Chartres. Im Boden der dortigen Kathedrale ruht das berühmteste, seit dem Mittelalter erhaltene Labyrinth Frankreichs. Ein Ortstermin.
  • Immer mehr Kirchen werden profaniert und umgewidmet. Gudrun Kuliga, Allgemeinmedizinerin, besteht nicht nur deswegen auf einer Kapelle in ihrer Weseler Praxis. Denn sie ist sicher: Gott heilt mit. Ein Besuch.
  • Hedwig Müller, 93, ist Deutschland älteste Disco-Betreiberin, nebenher spielt die Katholikin die Kirchenorgel im oberpfälzischen Vilseck. Eine Begegnung.
  • Das Wallraf-Richarzt-Museum zeigt Meisterzeichnungen der Kölner Jesuiten-Sammlung. Eine Betrachtung.
  • Die Menschheit droht in einem Ozean aus Informationen zu ertrinken, immer mehr sogenanntes „Wissen“ überschwemmt die Welt. Warum Nichtwissen eine Gnade sein kann, hat theo-Autorin Maria Caspari herausgefunden. Ein Essay.
  • Die Katholikin Melinda Gates investiert zusammen mit ihrem Mann Bill Milliarden in den Kampf gegen Hunger und Armut. Jetzt kämpft sie zusätzlich für die Rechte der Frauen. Eine Würdigung.
  • Was Sie in Ihren Sommerferien an Lektüre dabeihaben sollten, verraten wir in unserem Kulturteil.

Diese und etliche weitere Themen finden Sie in der aktuellen Ausgabe 03/2019 von
theo. Katholisches Magazin.

Viel Freude bei der Lektüre und einen entspannten Sommer.

Brigitte Haertel. Redaktionsleitung theo Magazin
Ihre
Brigitte Haertel und das theo-Team

 

 

 

© Fotos rechte Spalte:
oben (Titelfoto): Barbora Polednová, unsplash
unten (Glasfenster): Malcolm Lightbody, unsplash

 

Printausgabe:
Bestellen Sie jetzt Ihr persönliches Exemplar der Ausgabe 03/2019!