Willkommen theo, Ausgabe 3-2022

Das Verborgene in der Welt
Flucht in andere Sphären

Liebe Leserinnen und Leser,

tragen wir Menschen, unabhängig von Kultur und Bildung, den Drang in uns, das Unsichtbare sichtbar zu machen? Das Unerklärliche zu erklären? Ist es in uns angelegt, im Walten des Schicksals und der Naturkräfte eine Gesetzmäßigkeit erkennen zu wollen? So manches in der Welt ist für das biologische Auge nicht sichtbar – die Liebe, die Gedanken, der Mittelpunkt der Erde, ja, alles, was außer Sichtweite liegt. So bleibt das Innere unseres Körpers, der unsere Existenz sichert, für uns selbst nicht einsehbar. Aber nur dieser Körper gibt uns die Fähigkeit zu sehen.

Durch die Jahrhunderte hinweg vermuteten und vermuten die meisten von uns jenseits des materiell Sichtbaren eine geistige Welt, bewohnt von Engeln, Naturgeistern, den Seelen der Vorausgegangenen.

99 Prozent des Universums sind dem menschlichen Auge verborgen, das vermelden Astrophysiker, und doch existiert es, das Unsichtbare. Mit anderen Worten: Die Wirklichkeit steckt voller Geheimnisse und Ungewissheiten.

Doch anerkennen etliche Naturwissenschaftler nur das, was sich beweisen lässt, und gehen dabei vom Sichtbaren aus.

Wie gut, dass die Poesie Abhilfe schafft: Alles was sichtbar ist, kann berührt werden, aber nicht alles, was berührt, ist auch sichtbar, dieser schöne Satz stammt von keinem Naturwissenschaftler, er stammt von dem Schriftsteller Thomas Palzer. Das größte Unberührbare, das Unsichtbare schlechthin nennen wir Gott.

Wir, die theo-Macher, können uns und Ihnen Gottes Verborgenheit auch nicht erklären, aber mit dieser Ausgabe haben wir uns auf die Spur des Nicht-Sichtbaren begeben, untersuchen jene Kräfte, die dem menschlichen Auge verborgen sind und womöglich für immer verborgen bleiben, Künstliche Intelligenz hin oder her.

Warum bleibt der Glaube ein Geheimnis? Im Geheimnis, im Verborgenen liegt Schönheit, vielleicht sogar Wahrheit. Mystiker, Kartäusermönche, wissen davon zu berichten. Und was geschah damals in Lourdes, als der 14-jährigen Bernadette Soubirous die „Weiße Dame“ erschien und das Mädchen in einen nie dagewesenen Glückszustand versetzte? Was sagen uns Träume?

Das sind die Themen, denen wir nachgehen in dieser Ausgabe – vielleicht auch, weil es zur Zeit so wenig Gutes zu berichten gibt aus der sichtbaren Welt.

Genießen Sie trotz allem den Sommer und diese Lektüre

Brigitte Haertel. Redaktionsleitung theo Magazin
Ihre Brigitte Haertel und das theo-Team

 

 

 

Lesen Sie die aktuelle Ausgabe 03/2022 von theo. Katholisches Magazin.

In dieser Ausgabe:

 

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(Titelfoto) Quinn Buffing / unsplash; (U2) Christina Deravedisian / unsplash

 

Printausgabe:
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