Über Brigitte Haertel (Chefredakteurin)

Vor 15 Jahren hatte die Journalistin die Idee, ein zeitgemäßes, katholisches Magazin herauszubringen – mit Unterstützung von Pater Antonin, einem Dominikaner. Eine Idee, die heute nicht mehr umsetzbar wäre. Zu sehr hat die Kirche an Glaubwürdigkeit verloren. Weshalb „theo“ von der Kirche unabhängig ist und bleibt. Es sind die großen Fragen der Menschheit, die Haertel umtreiben. Existiert Gott? Woher kommen wir, wo gehen wir hin? Gemeinsam mit dem „theo“-Team stellt sie in jeder Ausgabe diese Fragen, das „Antworten herbeizaubern“ überlässt sie anderen, den vielen Ratgebern in den Regalen der Buchläden. Als Leitfaden für die „theo-Fragestunde“ dient der christliche Glaube mit seiner unsterblichen Botschaft: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“.

Brigitte Haertel

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,  seien Sie nach einer langen Sommerpause herzlich willkommen im neuen theo-Magazin. Es gibt Worte, die uns Menschen auf der Zunge zergehen und einen guten Geschmackhinterlassen: Die Worte Veränderung und Wandel gehören nicht dazu, obwohl unser ganzes Leben und Sterben davon betroffen ist. Das Wort Beständigkeit hingegen klingt wohltuend, gaukelt Sicherheit und … weiter lesen

Schön war’s Astrid Ackermann (53) wuchs in einem Kloster auf, die Mutter führte den Haushalt der Franziskanerbrüder. Noch heute sehnt die Fotokünstlerin sich zurück nach diesem Leben in der Gemeinschaft.

Es ist so bezeichnend wie traurig für das Image der katholischen Kirche, dass bei der Geschichte, die hier erzählt werden soll, ein klares Wort vorangestellt werden muss: Nein, es geht nicht um Mißbrauch! Astrid Ackermann und ihre ältere Schwester Sylvia verbrachten ihre Kindheit unter Männern im Kloster, in einer hermetischen Welt, und heute nennen sie … weiter lesen

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, nun halten Sie doch eine gedruckte theo-Ausgabe in den Händen, die Bedenken einiger unserer Abonnenten, nachdem wir in der Frühjahrsausgabe das Sommerheft als online-Version ankündigten, haben  uns trotz Corora zur Druckausgabe verleitet. Ein anderes Wort für verleiten ist verführen. Wir alle werden jeden Tag verführt – von den lockenden Sprüchen in … weiter lesen

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, die Ihnen vorliegende Ausgabe hat diesmal kein Schwerpunktthema zu bieten, sondern orientiert sich an der Jahreszeit und an aktuell anstehenden Ereignissen: Das heißt: Karneval, die Fastenzeit, dann durch die Passionszeit geht es schnurstracks auf Ostern zu. Durch ihre eigene Leidenszeit geht die katholische Kirche, immer neue Enthüllungen, immer mehr Austrittszahlen und halbgare … weiter lesen
Foto: Miguel Bruna

Mexiko feiert den Tod Er ist der wichtigste Feiertag des Landes, inzwischen sogar Lateinamerikas: Der Dias de Muertos, der Tag der Toten feiert auch das Leben.

Wenn Katholiken an Allerheiligen in aller Stille die Gräber ihrer Verstorbenen heimsuchen, tobt auf den Friedhöfen Mexikos das Leben: Mit Umzügen, Partys, Kostümierungen und Musik feiern die Mexikaner den „Dias de Muertos“, den Tag der Toten. Skelette und maskierte Schädel tanzen durch Straßen und Gassen, die Menschen tragen ihren Verstorbenen liebevoll Speisen und sonstige Gaben … weiter lesen

Gesucht Die neue Weiblichkeit Die Kirche liegt in Trümmern – die Männer haben es vermasselt. Das heißt aber nicht, dass Männer, wie es radikale Feministinnen fordern, generell verdammt gehören. Echte Frauen sollten das verhindern.

Neulich erzählte mir ein Kollege von einem Mittagessen mit einem Freund, bei dem beide sich das gegönnt hatten, was ihre Frauen ihnen strikt untersagen: Riesencheeseburger mit fetttriefenden Pommes Frites und noch fettigerer Mayonnaise, hinuntergespült mit einem großen Glas Wein am helllichten Tag. „Mhh“, erinnerte sich mein Kollege noch immer genießerisch mit leicht triumphierendem Unterton. Es … weiter lesen
Foto: Alexander Krivitsiy/unsplash

Lange im Dunkeln Wenn eine gebärende Frau ihr Baby zum ersten Mal sieht, nachdem sie es monatelang in sich gespürt hat, sollte es ihr vertraut und nicht fremd sein. Wie sie das hinbekommt, weiß die vierfache Mutter und Katholikin Daniela Djalali aus Düsseldorf. Jahrelang hat sie zusammen mit ihrem Mann, einem Gynäkologen, Geburtshilfe und Schwangerschaftsbegleitung mit Hilfe der Haptonomie erprobt. Jetzt will sie diese ganzheitliche Methode weitergeben.

In kaum einem anderen heilkundlichen Bereich stehen sich Schul- und Alternativmedizin unversöhnlicher gegenüber als in der Geburtshilfe. Dabei sind Hebammen, deren Berufsstand in den letzten Jahren an Ansehen gewonnen hat, Multiplikatoren alternativer Heilmethoden, für die es keine Wirksamkeitsbelege gibt. Da werden Kräutertees und -Öle empfohlen, Bachblüten-Notfalltropfen oder Räucherkugeln. Weltweit gilt inzwischen eine Schwangerschaft als Einstieg … weiter lesen